27. März 2021

Entwicklung eines standardisierten Prüfverfahrens zur Bewertung der Antihafteigenschaften von Oberflächen gegenüber Biofilmen auf Schiffsrümpfen

Akronym: HaptoCheck - ZIM-Förderkennzeichen KK5193801KS0

Das vorliegende Projekt thematisiert die Entwicklung eines Prüfverfahrens zur Haftfestigkeit von mikrobiellen Belägen (Biofilmen) auf Schiffsrümpfen. Biofilme bilden das erste Stadium der Besiedelung von Oberflächen und schaffen die Grundlage für makroskopischen Bewuchs, der sich auf den Treibstoffverbrauch in der Schifffahrt negativ auswirkt. Das Hauptaugenmerk des Forschungsvorhabens liegt zunächst auf der Erstellung von Messreihen zur Ablösung der Biofilme von Prüfoberflächen in Abhängigkeit von der Wandschubspannung. Dazu wird eine Prüfapparatur im Labormaßstab hergestellt, um die Fahrgeschwindigkeit der Schiffe in der Praxis zu simulieren. Auf dieser Grundlage sollen abiotische Modellsubstanzen entwickelt werden, mit Hilfe derer die Haftung der mikrobiellen Oberflächenbeläge auf Antifouling-Beschichtungen in der Prüfapparatur nachgestellt und im Rahmen eines standardisierten Prüfverfahrens zur Quantifizierung derartiger Effekte eingesetzt werden kann. Anhand der Untersuchungsergebnisse ist eine abschließende Bewertung der Wirksamkeit solcher Beschichtungssysteme vorzunehmen, die die Entwickler in die Lage versetzen soll, die Antihafteigenschaften ihrer Produkte kostengünstiger und effektiver zu optimieren. Das dabei entstehende neue Prüfverfahren ist eine Screeningprüfung zur Abschätzung der Wirksamkeit von Antifoulingsystemen. Es handelt sich um ein jahreszeitlich unabhängiges Schnelltestverfahren, das den Farbfirmen schnelle Ergebnisse zur Weiterentwicklung an die Hand gibt. Das Verfahren wird die späteren halbjährlichen Freiwasseruntersuchungen mit den Erfolg versprechenden Varianten nicht ersetzen können, aber die Entwicklungsarbeit der Firmen beschleunigen.


16. Februar 2021

Ein genormter Test zur Bestimmung der Resistenzentwicklung bei Mikroorganismen gegen Biozide

Das Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer standardisierten mikrobiologischen Prüfmethode zur Bestimmung des Potentials der Entstehung von Resistenzen und Kreuzresistenzen bei der Anwendung von Oberflächendesinfektionsmitteln und antimikrobiellen Oberflächen. Der Fokus liegt bei der Entstehung von Resistenzen gegen Desinfektions- und Materialschutzmittel durch de novo-Mutationen. Diese Resistenzen können ein besonderes Risiko darstellen, weil sie Kreuzresistenzen gegen Antibiotika vermitteln. Desinfektionsmittel und antimikrobielle Materialbeschichtungen werden im Rahmen der EU Biozid-Verordnung zugelassen. Die Verordnung sieht eine Bewertung des Risikos der Entstehung von Resistenzen und Kreuzresistenzen vor, jedoch fehlen derzeit standardisierte Prüfmethoden, die den industriellen Antragstellern und den bewertenden Behörden einen Rahmen zur Bewertung geben. Die im Projekt zu entwickelnde Prüfmethode auf Basis von Wirksamkeitsprüfungen für Oberflächendesinfektion (DIN EN 13697:2019 und der DIN EN 16615:2015) wird es Biozidherstellern erlauben ihr Produkt auf Resistenzentwicklung durch unabhängige Prüfinstitute untersuchen zu lassen. Die Ergebnisse werden es Behörden ermöglichen, eine bessere Abschätzung des Resistenzrisikos im Rahmen der Zulassung nach EU-Biozidverordnung vorzunehmen. Die Arbeiten werden in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) durchgeführt.


24. Juni 2020

Verbundprojekt ROBUST

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Für das Verbundprojekt „ROBUST - Integriertes Beschichtungs- und Reinigungskonzept zur Bewuchskontrolle an Offshore-Strukturen" wurde eine Zuwendung aus dem Bundeshaushalt beschieden. Das Verbundprojekt ist Teil des "Maritimen Forschungsprogramms“ und wird vom Projektträger Jülich administrativ und fachlich betreut.


24. Juni 2020

QQ - Naturstoffe

Neue antimikrobielle Wirkstoffe gegen Biofilme

Wir freuen uns, Teil des Verbundprojektes „QQ-Naturstoffe – Neue antimikrobielle Wirkstoffe gegen Biofilme“ zu sein. Das Projekt läuft im Rahmen der Fördermaßnahme „Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Dr. Brill + Partner GmbH beschäftigt sich innerhalb dieses Projektes mit marine Korrosion auslösenden Organismen, die technisch relevante Werkstoffe wie Stahl oder Beton nachhaltig schädigen können. Neben der mikrobiologischen Charakterisierung ausgelagerter Probematerialien (im Labor oder in der Nordsee) werden Fluoreszenz-mikroskopische Untersuchungen (Visualisierung mikrobiologischer Strukturen nach Dotierung mit selektiven Farbstoffen) und Rasterkraftmikroskopische Vermessungen der Oberflächen (Topografie, Dichte und Lokalisation des mikrobiellen Bewuchses) vorgenommen, um entscheiden zu können, ob eine Bewuchs-hemmende Wirkung vorliegt bzw. die Integrität des Werkstoffes durch die zur Anwendung gekommene, auf QQ basierende Anti-Fouling-Maßnahme gewahrt werden kann.


24. Juni 2020

NLKWN

Umweltgerechte Ausgestaltung von Waschplätzen in küstennahen Sportboothäfen

Anhand der niedersächsischen Modellhäfen Norderney und Oldenburg wurden Konzepte erstellt, wie mit dem Waschwasser umgegangen werden kann und muss, dass im Herbst entsteht, wenn die Sportboote aus dem Wasser genommen und abgewaschen werden. Dabei lösen sich Bewuchs, aber auch Reste der Antifoulingbeschichtungen mitsamt ihren Bioziden und Mikroplastikbestandteilen ab und müssen gefiltert und aufgefangen werden, damit sie weder in die Meeresumwelt noch in die Böden gelangen können.


2. Juni 2020

UBA-Forschungsprojekt

Zertifizierung biozidfreier Antifouling-Systeme für Umweltzeichen

Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) wird wird die Dr. Brill + Partner GmbH Institut für Antifouling und Biokorrosion in Zusammenarbeit mit der Hydrotox GmbH und LimnoMar bis August 2021 ein Forschungsprojekt bearbeiten, in dem Vergabekriterien für 1 bis 2 Umweltzeichen (Blauer Engel) für biozidfreie Antifouling-Produkte entwickelt werden.